Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage reinigt das Bindegewebe durch ihre pumpenden Bewegungen und hat dadurch eine entschlackende Wirkung.

Die Ursachen
Beim Lymphödem sammelt sich eiweissreiche Flüssigkeit (Lypphe) im Gewebe an. Die betroffene Körperregion – meist Beine oder Arme – schwillt an.

Zunehmende teigige Ödeme entstehen, wenn die Lymphe nicht abtransportiert werden kann, weil das Lymphsystem krank oder beschädigt ist, etwa durch Operationen, Verletzungen, Thrombose, Bestrahlung oder Infektionen. In seltenen Fällen liegt eine angeborene Funktionsstörung vor.

Die Folgen
Wer an einem ausgeprägten Lymphödem leidet, sollte sich von erfahrenen Physiotherapeuten mit Spezialausbildung in der Lymphologie behandeln lassen.

Ein Ödem heilt nie aus, deshalb müssen Betroffene immer wieder Therapien in Anspruch nehmen. Unbehandelte Ödeme schreiten voran und können zu massiven Schmerzen, Hautproblemen mit Entzündungen (auch chronischen, mit Beeinträchtigung des Immunsystems) und Einschränkungen der Mobilität führen.

Die Behandlung
Die Entstauung durch manuelle Lymphdrainage ist eine anerkannte und zugleich die effizienteste Behandlung. Dabei regt der Physiotherapeut durch sanftes Massieren den Rücktransport der Lymphe durch das Lymphgefässsystem an.

Gegebenenfalls wird die betroffene Stelle einbandagiert, um den Rückfluss zu verhindern. Der Patient trägt dann dauerhaft Kompressionsbandagen, um das Resultat der Entstauung möglichst lange zu sichern.

Anwendungsbereiche sind

  • durch Genetik verursachte Schwellungen in den Beinen und oberen Extremitäten
  • durch Operationen, Verletzungen, Prellungen
  • durch Schönheitsoperationen verursachte Oedeme
  • zur Unterstützung von Entschlackungs- und Diätkuren

Siehe dazu auch, unter Medien, den Bericht in der Schweizer Illustrierten vom 9.2.2009.